Inhaltsangabe zu Arnaldur Indridasons Roman Todeshauch:

Todeshauch von Arnaldur IndridasonDie Hauptstadt Islands soll erweitert werden. Ein neuer Abschnitt bringt jedoch nicht nur neues Bauland zutage, sondern auch ein Jahrzehnte altes Skelett. Wer ist die unbekannte Leiche, die dort aus der aufgegrabenen Erde teilweise herausragt und wie wurde sie getötet?

War es ein Verbrechen und wenn ja, welcher Natur und warum? Da der Gerichtsmediziner im Urlaub ist, muss sich Kommissar Erlendur einer ungewöhnlichen Hilfe bedienen: Archäologen.

Akribisch und gewissenhaft gehen diese auf Ausgrabung um das Skelett möglichst in einem Stück zu bergen und keine Beweismittel zu zerstören, während Erlendur mit seinem Team in klassischer Ermittlungsarbeit daran geht mehr über den Toten in Erfahrung zu bringen.

Dabei wird sein Leben jedoch von dem Unglück seiner drogenabhängigen Tochter überschattet und der Kommissar muss sich nicht nur um das Schicksal anderer Leute kümmern, sondern auch um das seine und das seiner Tochter.

Kritik zu Todeshauch von Arnaldur Indridason:

Mit dem Buch „Todeshauch“ hat Arnaldur Indriðason ein weiteres beeindruckendes Werk seiner Schreibkunst geliefert. In einem ruhigen, fast schon behutsamen Schreibstil erzählt er die beiden Handlungsstränge und lässt sie langsam ineinander fließen. Die Rückblenden sind eindringlich, bestimmend und prägend, vermitteln sie doch die schlimmen Seiten der Misshandlungen an Frauen und Kinder, die gegenwärtigen Momente sind vor allem nachdenklich und hoffend.

Der mysteriöse Leichnamfund bleibt – alleine schon durch die Einbindung des Archäologenteams – beinahe das gesamte Buch über mysteriös und rätselhaft und bestimmt dadurch den Lauf des Romans. Ebenso wird dieser durch die Krise des Protagonisten selber, dessen Sinnfindung und seine Hoffnungen und Bedenken – besonders seine Tochter betreffend – bestimmt. Überraschungen gibt es allerdings nur wenige und auch die Spannung an sich hält sich eher in Grenzen.

Fazit zu Todeshauch von Arnaldur Indridason:

Es ist kein mitreißendes Buch im Stil eines Deavers oder Clancy, vielmehr ein natürliches, ruhiges Werk das mehr auf die Geschichte dahinter denn auf die Jagd eingeht. Wer diesen ruhigen Stil mag, der wird sicherlich die größte Freude an der isländischen Publikation haben, wer mehr auf Überraschungen, spannende Wechselspiele und Action steht, wird wahrscheinlich Schwierigkeiten bei der Identifikation mit der Geschichte und den Protagonisten bekommen. – Rezensentin Micky für Bücherserien.de

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Zur Kommissar Erlendur-Serie von Arnaldur Indridason.

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