Rezension: Die Braut von Katrin Thiele

Rezension: Die Braut von Katrin Thiele

Dass bei dem Roman ein unterhaltsamer, gut zu lesender und stellenweise wirklich witziger Krimi dabei herauskommt, ist dem lockeren Stil von Katrin Thiele zu verdanken. Sie versteht es, Spannung zu erzeugen und aufrecht zu erhalten – und das ohne Blut und Gewalt, was in der deutschen Krimilandschaft keine Selbstverständlichkeit ist.

Rezension: Der erste Stein von Carsten Jensen

Rezension: Der erste Stein von Carsten Jensen

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ – dieser biblische Spruch, dem der Roman von Carsten Jensen seinen Titel verdankt, zieht sich wie ein unsichtbarer Faden durch dieses Buch. Denn in einem so komplexen Konflikt wie dem seit Jahrzehnten andauernden Afghanistan-Krieg ist ein moralischer Kompass nur noch schwer aufrecht zu erhalten. Und dazu gehört auch die Frage, wem man wie viel Schuld zugesteht.

Rezension: Patsy Logan 1 – Harte Landung von Ellen Dunne

Rezension: Patsy Logan 1 – Harte Landung von Ellen Dunne

Ein Todesfall unter ungeklärten Umständen beschäftigt Patsy Logan. Die deutsch-irische Kommissarin soll herausfinden, ob Carolin Höller, Managerin von Skiller, einer bekannten Online-Tauschplattform, freiwillig aus ihrem Münchner Büro gestürzt ist – oder eben nicht. Denn die erfolgreiche Geschäftsfrau hatte zwei Kinder und scheinbar keinen Grund für einen Selbstmord. Schnell scheidet ein Suizid aus und es bleibt nur die Frage, ob der tödliche Sturz ein Unfall oder doch Mord war.

Rezension: Longmire: Bittere Wahrheiten von Craig Johnson

Rezension: Longmire: Bittere Wahrheiten von Craig Johnson

Wer die Serie nicht kennt, sollte sich vielleicht vor der Lektüre bewusst machen, dass es hier nicht um Profiler geht, die mit Hilfe modernster Techniken den Täter jagen. Auch tollkühne Ex-Soldaten, die in spektakulären Verfolgungsjagden ihre Gegner stellen, sucht man bei „Longmire: Bittere Wahrheiten“ vergeblich. Diese Tatsache wird auch gleich auf den ersten Buchseiten untermauert, denn Craig Johnson legt sehr viel Wert auf Atmosphäre und staubtrockenen Humor.

Rezension: Die gute Tochter von Karin Slaughter

Rezension: Die gute Tochter von Karin Slaughter

Als Jugendliche müssen Charlotte und ihre Schwester Samantha ein schreckliches Martyrium erleiden, bei dem sie fast umkommen und miterleben müssen, wie ihre Mutter ermordet wird. Der Grund: Ihr Vater ist Anwalt, und er vertritt die weniger ehrbaren Menschen der Stadt, Verbrecher und Verlierer. Das sorgt für viele Feinde. 28 Jahre später ist Charlie selbst Anwältin. Als sie Zeugin einer Schießerei an einer Schule wird, muss sie sich plötzlich wieder mit ihrer grausamen Vergangenheit auseinandersetzen …

Rezension: Empire of Storms – Pakt der Diebe von Jon Skovron

Rezension: Empire of Storms – Pakt der Diebe von Jon Skovron

Ein Junge aus dem Armenviertel. Ein Mädchen, das bei Kriegermönchen aufwächst. Red und Hope sind beide Waisen, darüber hinaus haben sie nichts gemeinsam. Doch als sie eines Tages aufeinandertreffen, merken sie schnell, dass ihre unterschiedlichen Fähigkeiten sie einem gemeinsamen Ziel näher bringen: Sich gegen die gefürchteten Biomanten zu behaupten. Die grausamen Schergen des Imperators verbreiten im ganzen Reich Angst und Schrecken. Was können ein Taschendieb und eine junge Kriegerin gegen die gefährlichen Experimente der Biomanten ausrichten?

Rezension: „Der katholische Bulle“ und „Der sichere Tod“ von Adrian McKinty

Rezension: „Der katholische Bulle“ und „Der sichere Tod“ von Adrian McKinty

Mit zwei Krimi-Serien hat sich der irische Schriftsteller Adrian McKinty auch hierzulande in die Herzen vieler Fans des Genres geschrieben. Seine Romane um den nach New York ausgewanderten Michael Forsythe, der in einer Gang landet, und den katholischen Polizisten Sean Duffy, der mitten in Nordirland ermittelt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und das gilt beileibe nicht nur für ihre Handlungen. Adrian McKinty zeigt in diesen Serien eine ungewöhnliche Bandbreite seines schriftstellerischen Könnens.

Rezension zu dem Roman „Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier

Rezension zu dem Roman „Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier

Louise und Ludovic sind nach einem Schiffbruch auf sich allein gestellt und müssen einer Wildnis trotzen, die kaum Nahrung bietet, die sie nicht verstehen und mit der sie kaum umzugehen wissen. Was erträgt die Liebe? Wie die Menschlichkeit bewahren? Das sind zwei der zentralen Fragen, die Isabelle Autissier in „Herz auf Eis“ aufwirft. Für Louise und Ludovic geht es ums nackte Überleben. Daraus bezieht der unglaublich spannende Roman eine starke Spannung, die Isabelle Autissier zu halten und zu steigern weiß.

Rezension: Die Attentäter von Antonia Michaelis

Rezension: Die Attentäter von Antonia Michaelis

Einem beklemmenden, ernsten und sehr lebensnahen Thema widmet sich Antonia Michaelis in „Die Attentäter“. Die Frage, warum ein junger Mensch zum Terroristen wird, beantwortet sie mit einer schwierigen Kindheit – dass daraus kein plattes und simples Klischee wird, verhindert Antonia Michaelis mit ihrem einfühlsamen Schreibstil. Cliff ist ein zerrissener und dabei dennoch authentischer Charakter, dessen Motive und Handlungen man als Leser begreifen kann, ohne ihn dabei völlig verstehen zu müssen.