Der Roman „Die Feuer von Anasoma“ von Mitchell Hogan ist der Auftakt der Fantasyreihe „Sorcery Ascendant Sequence“. Teil 2 „Das Juwel von Mahrusan“ ist seit dem 14. Mai 2018 im Handel erhältlich.

Um was geht es in „Die Feuer von Anasoma“ von Mitchell Hogan?

Nach dem Mord an seinen Eltern wird der gerade einmal zehn Jahre alte Caldan in einem Kloster aufgenommen. Hier wird sein magisches Potenzial erkannt und Caldan wird in der Arkanen Magie ausgebildet. Nach einem Zwischenfall wird er, Jahre später, aus dem Kloster geworfen. Auf sich allein gestellt, versucht der junge Magier, in der Zauberergilde der Hafenstadt Anasoma aufgenommen zu werden. Hier hat Caldan noch viel zu lernen – unter anderem muss er hinterfragen, ob seine Vorstellung von Gut und Böse tatsächlich stimmig ist …

Die Feuer von Anasoma von Mitchell HoganDas ist nur einer, wenngleich der wichtigste, der Handlungsstränge in dem breit angelegten Fantasy-Epos „Die Feuer von Anasoma“. Abwechselnd aus mehreren Perspektiven erzählt, entführt Mitchell Hogan in eine fantasievolle magische Welt, die sich in einigen Aspekten wohltuend von der anderer Fantasy-Geschichten unterscheidet. Besonders das Magie-System ist interessant gestaltet: So wird nur „gute“, schützende Magie gelehrt, die sich mithilfe unterschiedlicher Materialien manifestiert. Man glaubt, dass das Wissen um zerstörerische und gefährliche magische Künste vor Hunderten von Jahren verloren gegangen sei. Allerdings gibt es Zauberer, die es besser wissen. Dass dieses Wissen jedoch nicht geteilt wird, kommt die Stadt Anasoma teuer zu stehen, als sie von unvorstellbar mächtigen Feinden angegriffen wird.

Die Hafenstadt ist ein Highlight des Romans: Liebevoll und detailreich beschrieben, ein Ort an dem sich zahlreiche Abenteuer erleben lassen. Mitchell Hogan lässt sich Zeit, um seine Figuren und ihre Handlungsorte einzuführen. Es gibt so viele Handlungsstränge, dass dem Leser schon recht früh, des immerhin 720 Seiten starken Bandes, klar wird, dass „Die Feuer von Anasoma“ keineswegs in sich abgeschlossen sein kann. Der Roman ist der Auftakt einer epischen Fantasy-Saga, in der wir zunächst vor allem Caldan kennenlernen. Dem anfangs naiven Burschen aus dem behüteten Kloster widerfahren in der pulsierenden und ziemlich derben Stadt so einige Widrigkeiten, und sein Weg, um sein wahres magisches Potenzial zu erkennen, ist steinig. Auch verlieben darf er sich in diesem ersten Band – aber wohin das führt, ist bisher noch unklar. Er ist ein durchaus sympathischer Hauptcharakter, über den man zumindest im Laufe der Handlung deutlich mehr erfährt als beispielsweise über den mysteriösen Aidan, der ebenfalls einige Kapitel des Romans füllt. Eine direkte Verbindung zwischen diesen beiden Geschichten wird in „Die Feuer von Anasoma“ jedoch noch nicht hergestellt.

So bleiben viele Fragen offen und noch viele Geheimnisse ungelöst. Es tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch: „Die Feuer von Anasoma“ ist in einem sehr angenehmen, flüssigen und unterhaltsamen Stil geschrieben. Ein wenig fühlt man sich an Robin Hobb erinnert, die es ebenfalls geschafft hat, Fantasy-Romane ohne Elfen, Zwerge, Drachen und sonstige Wesen zu kreieren und den Fokus stattdessen auf spannende Charaktere und interessante magische Welten legte.

Mein Fazit zu dem Roman „Die Feuer von Anasoma“:

Die eine oder andere blutige Szene müssen empfindliche Naturen überstehen. Wem das nichts ausmacht, der findet in „Die Feuer von Anasoma“ von Mitchell Hogan den erfrischenden Auftakt zu einer Fantasy-Serie, die sich als epische Geschichte mit interessanten Charakteren präsentiert. Der Roman macht Lust auf mehr, verrät gerade genug um neugierig zu machen und gerade so wenig, dass Geheimnis und Mysteriöses als wesentlicher Bestandteil der Handlung gelten dürfen. Eine klare Leseempfehlung für Fans von ausgeklügelten magischen Konzepten.

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Produktinfos:

Verlag: Heyne

Seiten: 720

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