Einleitung zu Winter der Welt:

Der Roman „Winter der Welt“ ist die Fortsetzung der Jahrhundertsaga „Sturz der Titanen“ des Autors Ken Follett. Die vorherige Lektüre des ersten Bandes wird von uns ausdrücklich empfohlen, um die vielen Personen richtig zuordnen zu können.

Inhalt von Winter der Welt

Die Wirren des Ersten Weltkrieges liegen hinter den Figuren von Ken Folletts Roman, doch damit kehrt nicht der ersehnte Frieden ein. Die Ereignisse betreffen sie alle – die Amerikanerin Daisy ebenso wie Walter von Ulrichs Kinder – er und seine Frau Maud erziehen sie zu kritischen Persönlichkeiten, während Daisy mit ihrer lebenslustigen, unbekümmerten Art im schieren Kontrast dazu zu steht. Doch Carla und Erik, die beiden Kinder Walter von Ulrichs, entwickeln sich in grundverschiedene Richtungen: Erik hängt sich den Nationalsozialisten an, während Carla, die Ärztin werden will, ihnen zunehmend kritisch gegenübersteht.

Winter der Welt von Ken FollettEthels Sohn Lloyd wehrt sich gegen den zunehmenden Faschismus, er hält sich während seines Studiums in Deutschland auf und erlebt die Entwicklung hautnah mit. So auch, als von Ulrichs Cousin von der Gestapo verhaftet wird, nachdem auffliegt, dass dieser homosexuell ist. Auch in England erleben die Menschen einen gesellschaftspolitischen Umbruch, denn selbst hier streuen Anhänger der britischen Nationalsozialisten ihre Saat. Lews Sohn Greg, der in den USA lebt, träumt von einer politischen Karriere, Lloyd sieht nach dem Tod von George, Fitzherberts Sohn, endlich den Weg frei für eine Heirat mit Daisy. Folletts Figuren erleben die wechselvolle Geschichte zwischen Krieg und Elend, Widerstand und blinder Vaterlandsliebe bis zum Aufbruch in eine neue Zeit nach 1945.

Kritik zu „Winter der Welt“

Wer „Sturz der Titanen“ gelesen hat, ist voller Neugierde auf die Fortsetzung. Dieser zweite Roman von Ken Follett nimmt die historische Entwicklung nach dem ersten Band mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten auf. Wieder schreibt Follett authentisch und greifbar, wie das Zeitgeschehen die einzelnen Figuren beeinflusst. Mir gefällt besonders, wie diese Erlebnisse nachvollziehbar sind und die Zeit, die bei vielen Lesern zum Teil nur aus dem Geschichtsunterricht oder durch Erzählungen von Zeitzeugen bekannt ist, erlebbar wird. Auch sind es die unterschiedlichen Schauplätze, die diese Vielseitigkeit der Romanserie ausmachen – die Sichtweise nicht nur aus verschiedenen Perspektiven, sondern auch aus den unterschiedlichen politischen Voraussetzungen heraus. Ken Follett schreibt sehr flüssig und fesselnd – von der ersten Seite an bis zum Schluss.

Mit den einzelnen Charakteren wird man als Leser genauso schnell vertraut wie mit den Figuren aus dem ersten Band. Sehr gut finde ich auch, dass Follett die jüngere Vergangenheit thematisiert hat, so dass die Handlung nachvollziehbar ist – man merkt auch, dass der Autor sehr gut recherchiert hat. Ken Follett macht keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Romanfiguren, weder sind nur Deutsche überwiegend nationalsozialistisch eingestellt, noch Russen ausschließlich kommunistisch geprägt. Dadurch ist die Handlung nicht von Klischees behaftet, sondern lässt Raum für neutrale Sichtweisen ohne Vorurteile.

Fazit

Das Buch ist so spannend geschrieben, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Die Vergangenheit lebt sehr überzeugend auf – Erzählungen von Zeitzeugen werden lebendig und erhalten eine ganz neue Dimension. Man fühlt sich beim Lesen mittendrin im aufregenden Geschehen einer Vergangenheit, die uns bis heute beeinflusst.

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Die Jahrhundertsaga von Ken Follett im Überblick.

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