Um was geht es in „Das Haus der tausend Welten“ von T. S. Orgel:

Jeder Bewohner von Atali, einer magischen Stadt, um die sogar Wettererscheinungen wie Kälte oder Hitze einen Bogen machen, kennt das Haus der tausend Welten. Viele Mythen und Erzählungen ranken sich darum, da das Anwesen unzählige Schätze beherbergen soll. Der Legende nach, bekommt derjenige einen Wunsch erfüllt, der es bis in die oberste Etage schafft. Eher zufällig kommt Stern, eine junge Zauberin, die sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, an den Schlüssel. Aber natürlich möchte sie die Chance nicht ungenutzt lassen, die einzelnen Artefakte zu entdecken, die das Haus bereithält. Zusammen mit ihren vier besten Freunden lässt sich Stern auf dieses Abenteuer ein. Doch sie sind nicht alleine, da auch andere Gruppen versuchen, das Geheimnis des Hauses der tausend Welten zu lüften.

Kritik zu dem Fantasyroman von T. S. Orgel:

Das Haus der tausend Welten von T. S. OrgelNach ihrem Ausflug in Science-Fiction-Gefilde mit ihrem Roman „Terra“ wenden sich die Brüder Tom und Stephan Orgel erneut der klassischen Fantasy zu. „Das Haus der tausend Welten“ ist der Titel ihres neunten gemeinsamen Buchs, dass sie wieder unter ihrem Pseudonym T. S. Orgel veröffentlichen.

Mit rund sechshundert Seiten haben die beiden hier schon ein kleines Epos verfasst, dass eine recht komplexe Story beinhaltet. Hinzu kommt, dass es sehr viel Personal gibt. Neben Stern und ihren Freunden sind da die Gouverneurin der Stadt, ein Magier, die Mitglieder einer Straßengang oder ein Barde. Sie alle machen sich ebenfalls auf, um das besondere Haus zu erkunden.

Durch zahlreiche Perspektivwechsel ermöglichen es die beiden Autoren dem Leser, ihre Geschichte aus ganz unterschiedlichen Wahrnehmungen zu erleben. Gerade zu Beginn muss man aufpassen, die einzelnen Charaktere auch wirklich zuzuordnen. Doch da T. S. Orgel recht viel Sorgfalt bei der Entwicklung ihrer Protagonisten haben walten lassen, sind hier vielschichtige und interessante Figuren herausgekommen, mit denen sich der Leser schnell und gerne identifiziert.

Natürlich nutzt das alles nichts, wenn es nicht auch einen tragfähigen Plot gibt. Doch genau diesen besitzt der Roman. Wie bei einem klassischen Rollenspiel müssen die einzelnen Figuren ganz unterschiedliche Gefahren meistern und erleben zahlreiche Überraschungen. Hier entfaltet sich dann die bereits angesprochene Komplexität der Geschichte, die nicht nur für das agierende Personal, sondern auch für den Leser die eine oder andere Wendung bereithält. Zumal die beiden Autoren nicht den Fehler machen, sich in unzähligen Einzelgeschichten zu verzetteln. Vielmehr werden alle Handlungsstränge recht schnell zusammengeführt, woraus sich letztlich die Klasse des Romans speist.

Stilistisch blieben Tom und Stephan Orgel ihrer bisherigen Arbeitsweise treu. Längere Beschreibungen, die eine Bildhaftigkeit einzelner Szenen verdeutlichen, wechseln sich mit kurzen Sätzen ab, die an den jeweiligen Stellen das Tempo erhöhen. Dazu kommen der typische Humor der beiden Brüder und versteckte Anspielungen auf frühe Werke, die diesem Roman ausgezeichnet abrunden.

Fans klassischer Fantasyliteratur werden von „Das Haus der tausend Welten“ sicherlich begeistert sein. T. S. Orgel liefern einen spannenden und komplexen Roman ab, der mit einem interessanten Schauplatz und tollen Charakteren zu überzeugen weiß. Auch ohne Orks und Zwerge stellen die beiden unter Beweis, dass sie zu den besten deutschen Schriftstellern in diesem Genre gehören.

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Das Haus der tausend Welten von T. S. OrgelDas Haus der tausend Welten

  • Autor: T. S. Orgel
  • Verlag: Heyne
  • 592 Seiten
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