Worum geht es in „Das Institut“ von Stephen King:

Für die stattliche Summe von zweitausend Dollar überlässt Tim Jameson seinen Platz in einem Flugzeug einem FBI Agenten und begibt sich per Anhalter nach New York. Daraus entwickelt sich für ihn eine Reise der ganz besonderen Art, die ihn in einen Ort namens DuPray führt, wo er einen Job als Nachtwächter annimmt und beginnt, sein Leben neu zu ordnen. Dass sich sein Lebensweg noch mit einem anderen Menschen kreuzen wird, ahnt er zu diesem Zeitpunkt nicht. Bei dieser Person handelt es sich um den zwölfjährigen Luke. Der hochbegabte Junge träumt von einer Karriere an einer Eliteuniversität. Doch es kommt anders, als er nachts von einem Killerkommando entführt wird. Er wird an einen Ort in den Wäldern von Maine gebracht, den man Das Institut nennt und an dem es noch weitere Kinder wie ihn gibt. Kinder, an denen furchtbare Tests vorgenommen werden, da ihre übernatürlichen Fähigkeiten von anderer Seite ausgenutzt werden sollen.

Kritik zu dem neuen Roman von Stephen King:

Das Institut von Stephen KingWenn ein Autor mehr als achtzig Bücher in etwas mehr als vierzig Jahren veröffentlicht hat, stellt sich die Frage, ob die Leser noch gespannt auf ein neues Werk warten. Im Fall von „Das Institut“ von Stephen King lohnt es sich allesamt. In seinem aktuellen, in deutscher Übersetzung rund achthundert Seiten starken Roman, wandelt der King des Horrorromans auf bekannten Pfaden. Nicht umsonst wird dieser Roman mit seinem Welterfolg „Feuerkind“ verglichen. Doch auch ohne einen solchen Vergleich, der in den allermeisten Fällen hinkt, gibt es zahlreiche Anspielungen auf andere Werke von King, sodass sich die Klasse dieses Buches so richtig entfalten kann, wenn man sich ein wenig im Universum des amerikanischen Schriftstellers auskennt. Aber auch Neueinsteiger werden hier auf ihre Kosten kommen.

„Das Institut“ ist definitiv ein typischer King. Das bedeutet, dass sich der Meister viel Zeit nimmt, um sein Personal einzuführen. Dadurch ziehen sich die ersten einhundert Seiten etwas in die Länge. Allerdings ist es der Klasse und dem handwerklichen Können des Schriftstellers geschuldet, dass sich auch diese Phase sehr interessant und flüssig liest. Hat man diesen Part geschafft, entwickelt der Roman ein ungeheures Tempo. Insbesondere beim Showdown, der rund ein Viertel des Buches ausmacht, wird der Leser die Aufnahme von Nahrung und Getränken auf ein Minimum reduzieren.

Dabei kommen viele Charaktere zum Einsatz, die dem Leser ans Herz wachsen. Natürlich ist da Tim Jameson, den man schon kennt. Da sind aber auch Tims Freundin Wendy, Luke und vor allem der zehnjährige Avery. Vor allem das Schicksal der Kinder, die im Institut gefoltert und gequält werden, berührt den Leser. Dass sich Stephen King dabei einer fast platten Schwarz-Weiß-Zeichnung seiner Charaktere bedient, verzeiht man gerne. Insbesondere wenn Luke zahlreichen Tests unterzogen wird, leidet man mit ihm und hofft, dass seine Peiniger zur Rechenschaft gezogen werden. Nur durch diese Figurenzeichnung kann Stephen King allerdings solche Gefühle beim Leser hervorrufen.

Letztlich ist „Das Institut“ ein Roman, den alle Fans von Stephen King feiern werden. Ob er wirklich an die großen Geschichten aus den 80ern heranreicht oder ob es eine lesenswerte Verbeugung vor der Netflix-Serie „Stranger Things“ ist, darf jeder Leser für sich selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass der Roman sehr spannend ist und dem Leser überaus unterhaltsame Stunden bereiten wird.

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Das Institut: Roman
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Das Institut: Roman
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