Inhaltsangabe zu „Das Mädchen aus Assam“ von Janet MacLeod Trotter:

Eine kleine Teeplantage in der britischen Kolonie Indien ist die Heimat von Clarrie. Die junge Frau lernt schon früh, große Verantwortung zu übernehmen und kümmert sich aufopferungsvoll um ihre jüngere Schwester Olive und ihren depressiven, trinkenden Vater. Sie weiß, dass es schlecht um die Finanzen der Familie bestellt ist und kämpft mit aller Kraft gegen den drohenden Untergang an. Als sie mit Wesley Robson den größten Konkurrenten im Teegeschäft kennenlernt, ahnt sie nicht, dass diese Begegnung ihr Leben nachhaltig prägen wird.

Schwere Schicksalsschläge zwingen die beiden Schwestern schließlich, ihre geliebte Heimat zu verlassen, um bei den einzigen Verwandten in Newcastle, Schottland, ein neues Leben zu beginnen. Sie erfahren Unterdrückung, Ausbeutung und Missachtung durch die eigene Familie. Gleichzeitig erleben sie starke Solidarität von Seiten, von denen sie sie niemals für möglich gehalten hätten. Beide tauchen ein in eine Welt aus Intrigen und Standesdünkel, in der einzig und allein Geld gesellschaftliche Anerkennung bringt. Auch politische Verwicklungen bleiben Anfang des 20. Jahrhunderts nicht aus.

„Das Mädchen aus Assam“ ist ein eindrucksvoller Roman um eine junge Frau, die sich in einer Welt voller Vorurteile behaupten muss. Clarrie beweist, dass die eigenen Träume ungeahnte Kräfte freisetzen können.

Kritik zu dem Roman „Das Mädchen aus Assam“:

Das Mädchen aus Assam von Janet Macleod TrotterDer Roman ist der gelungene Auftakt der Serie „Die Frauen der Teeplantage“ über das Leben einer jungen Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts ein nahezu selbstbestimmtes Leben führen will und dabei große Verantwortung zu tragen hat. Janet MacLeod Trotter entführt ihre Leser in eine Zeit, in der Frauen kaum Freiheiten genießen konnten. Die Autorin hat sich entschieden, in ihrem Roman zwei sehr unterschiedliche Schauplätze zu verarbeiten. Einerseits beschreibt sie in „Das Mädchen aus Assam“ die farbenprächtige Welt Indiens, das Leben auf der Teeplantage inmitten von leuchtenden Blüten und viel Grün. Dieser traumhaft schönen Umgebung stellt sie die Tristesse des grauen Newcastle gegenüber. Durch ihre wunderbar lebendige Art zu schreiben gelingt es Janet MacLeod Trotter, ihre Leser von der ersten Zeile an in die Geschichte mitzunehmen. Sie weckt Sympathien für ihre Hauptprotagonisten und schafft eine außergewöhnliche Leseatmosphäre, die durch Exotik, Kampfgeist und Willenskraft geprägt ist.

Ganz nebenbei vermittelt sie interessante Fakten zum Teeanbau und zu den Schwierigkeiten des Teehandels zwischen 1904 und 1915. Wer sich beim Lesen von der Geschichte treiben lässt, beginnt schnell damit, sich mit Clarrie, der Hauptprotagonistin, zu identifizieren, mit ihr zu leiden und zu kämpfen. Es fällt schwer, den Roman vor dem Ende aus der Hand zu legen. Zu spannend ist das Leben dieser beeindruckenden Frau.

Janet MacLeod Trotter hat ein besonderes Gespür dafür, Schauplätze zu beschreiben. Jedes einzelne Gebäude, die Straßen, die Teeplantage – die Autorin zeichnet genaue Bilder aller Orte, die diese Geschichte prägen. So fühlt sich der Leser schnell in die damalige Zeit zurückversetzt, sieht die typischen Kleider und Fortbewegungsmittel vor dem inneren Auge und genießt die besondere Teehausatmosphäre. An einigen Stellen wird die Autorin vielleicht ein wenig zu melodramatisch. Dies mögen einige Leser bemängeln, mich hat es nicht gestört.  Auch die politischen Themen der Zeit greift die Autorin auf, ohne jedoch damit zu überfordern. Sie lässt Fakten einfließen und verpackt diese geschickt in ihrer Geschichte. Am Ende bleibt der Wunsch, unbedingt eine Fortsetzung lesen zu wollen. Denn dieser Roman liefert jede Menge Potenzial, um ihn weiter zu entwickeln.

Mein Fazit zu dem Buch „Das Mädchen aus Assam“:

Für mich zählt „Das Mädchen aus Assam“ zu den schönsten Romanen, die ich in der letzten Zeit lesen durfte. Er begeistert mit interessanten Charakteren, die den Leser dazu einladen, sie auf ihrem Weg durch die Geschichte zu begleiten. Clarrie ist so eine starke Frau, dass es Freude macht, ihr Erwachsenwerden zu beobachten. Sie stellt sich vielen Herausforderungen, ohne dabei ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu rücken.  Dieser Roman ist auf jeden Fall empfehlenswert. Auch die angekündigte Fortsetzung verspricht interessant zu werden. Allerdings wird es in „Die Rückkehr nach Assam“ nicht mehr um Clarrie gehen, was ich persönlich sehr schade finde.

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Das Mädchen aus Assam von Janet Macleod TrotterDas Mädchen aus Assam – Frauen der Teeplantage 1

  • Janet MacLeod Trotter
  • Verlag: Tinte & Feder
  • 542 Seiten
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