Inhaltsangabe von Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger:

Myles und Beckett Fowl sind elfjährige Zwillinge, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Während Beckett der Spaßvogel ist, kommt Myles eher nach seinem großen Bruder. Wie Artemis ist auch Myles überdurchschnittlich intelligent. Eines Tages, als die Zwillinge alleine auf ihrer Heimatinsel Dalkey-Island sind, versuchen Eindringlinge die beiden zu entführen. Von einer Sekunde auf die andere werden sie in ein Abenteuer gezogen, dass sie bis an ihre jeweiligen Grenzen führt. Lord Teddy, ein zwiespältiger Adeliger hat es auf ein besonderes Wesen abgesehen: einem Zwergtroll. Und so geraten Myles, Beckett und ihre NANNI, eine von ihrem Bruder Artemis programmierte Superintelligenz, in ein Vabanquespiel, bei dem ihnen nicht nur Lord Teddy das Leben schwer macht, sondern auch Schwester Jeromina, die einer außergewöhnlichen Organisation angehört.

Kritik zu dem Roman von Eoin Colfer:

Eoin Colfer: Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle JägerDer irische Schriftsteller Eoin Colfer greift für seinen neuen Roman „Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger“ auf ein Setting zurück, dass viele seiner LeserInnen im Kern wiedererkennen werden. Nach Artemis Fowl, der in acht Büchern seine literarischen Abenteuer erlebte, haben jetzt seine beiden jüngeren Zwillingsbrüder Myles und Beckett ihren ersten Auftritt. Der Roman ist angesiedelt im Genre des Fantasy-Jugenbuchs und kommt überaus tempo- und actionreich daher. Trotzdem dauert es einige Zeit, bis die Geschichte wirklich spannend wird. Eoin Colfer verliert sich oft in kleinen Begebenheiten, bei denen man sich als LeserIn immer wieder fragt, ob diese wichtig für den Plot sind. Hat man diese Stellen überwunden, kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man feststellt, dass die Gewichtung zwischen Handlung und Action nicht ganz ausgewogen ist. Zu viele, zum Teil äußerst übertriebene Wendungen, mögen ein (sehr) junges Publikum begeistern, ältere Leser, die etwas mehr Tiefgang von einer Story erwarten, werden ein wenig enttäuscht sein.

Ähnlich verhält es sich mit den Figuren. Mit fortschreitender Handlung gehen einem die Zwillinge fast ein wenig auf die Nerven. Myles ist ein permanenter Besserwisser und Beckett entwickelt sich zu einer wahren Kampfmaschine, bei der selbst Rambo ins Staunen käme. Dass beide Protagonisten etwas einfältig dargestellt werden, macht die Sache noch schlimmer. Anders verhält es sich bei den Antagonisten. Lord Teddy und Schwester Jeromina können durchaus überzeugen. Insbesondere die im Nonnenoutfit agierende Jeromina ist ein Charakter, der dem Roman ein klein wenig Pfiff gibt.

Wer die Abeneteur von Artemis-Fowl gelesen hat, wird sich von der stilistischen Ausführung bei diesem Buch sofort zu Hause fühlen. Viel Dialog, jede Menge Witz, kurze, oft humorvolle Szenen prägen auch hier das Bild. Doch wo die Mischung beim großen Bruder oft aufging, kommt das erste Abenteuer von Myles und Beckett Fowl nicht aus der Durchschnittsware heraus.

„Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger“ kann die Erwartungen, die Eoin Colfer durch die Abenteuer des Artemis Fowl geweckt hat, nicht ganz erfüllen. Die Mischung aus Fantasy, Humor und Science-Fiction geht leider nur bedingt auf. Von seinem gesamten Aufbau her, ist das Buch eher für jüngere Leser geeignet, die auch die eigentliche Zielgruppe sind. Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, aber den liebenswerten Charme, den die Abenteuer des großen Bruders ausgemacht haben, sucht man bei diesem Roman leider vergeblich.

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Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger

Die Fowl-Zwillinge und der geheimnisvolle Jäger

    • Eoin Colfer
    • Verlag: List
    • 352 Seiten
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