Inhalt von „Der leere Thron“ von Bernard Cornwell

Der leere Thron von Bernard CornwellDie epische Sage von Bernard Cornwell um Uthred und Finan geht mit dem Roman „Der leere Thron“ mittlerweile in die achte Runde. Nach wie vor müssen sich die säxischen Helden gegen Überfälle von Wikingern und Intrigen im eigenen Lager durchsetzen.

Uthred ist nun schon Mitte Vierzig, für einen Krieger des frühen Mittelalters schon ein beachtliches Alter. Die Schwertwunde, die ihm Cnut Cnutson in „Der Heidenfürst“ zugefügt hat, macht Uthred immer noch zu schaffen. König Edward von Wessex will sein Königreich mit Mercia vereinen. Unter diesen historischen Gegebenheiten gedeihen Intrigen prächtig und bald ist nicht nur Edwards Sohn Aethelstan sondern auch Aethelflaed (Tochter von König Alfred und Uthreds gelegentliche Geliebte) in Gefahr.

Nach wie vor neigt Uthred dazu, Probleme mit dem Schwert zu lösen, doch auch mit den Mitteln der Politik weiß er mit zunehmendem Alter immer besser umzugehen.

Kritik zu Bernard Cornwells „Der leere Thron“

Wegen des nun doch schon recht fortgeschrittenen Stadiums der Serie beschleicht einen bei jedem neuen Band die Sorge, einen Aufguss der bisherigen Geschichte zu bekommen. Das Basismaterial ist begrenzt: Wikinger bedrohen Englands Küsten, in der noch jungen christlichen Kirche gibt es mindestens so viele schwarze wie weiße Schafe und der Held der Geschichte muss die Situation retten.

Doch zum mittlerweile achten Mal bin ich erstaunt, wie gut es Bernard Cornwell in „Der leere Thron“ wieder gelingt, aus diesen einfachen Zutaten eine fesselnden Geschichte zu zaubern. Auch in dem Roman um den leeren Thron fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit der Wikingerraubzüge. Blutvergießen gehört zum Alltag und ein Menschenleben ist nicht sehr viel wert. Bernard Cornwell behält das für die Serie typische hohe Tempo der Geschichte bei, was es jedes Mal schwer macht, das Buch für eine Zeit aus der Hand zu legen. Am besten, man nimmt sich „Der leere Thron“ an einem Wochenende vor.

Fazit zu „Der leere Thron“ von Bernard Cornwell

Fans der Serie um den Fürsten Uthred von Bebbanburg werden auch von diesem achten Teil nicht enttäuscht werden. Bernard Cornwell setzt gekonnt die bewährte Kombination aus blutigen Schlachten und höfischen Ränkespielen ein, ohne dass Langeweile aufkommt.

Theoretisch kann man diesen achten Band auch für sich allein lesen, ohne die vorhergehenden Bücher gelesen zu haben. Aber wer steigt schon bei Band Acht in eine Serie ein? Trotz aller Barbarei zeigt Hauptfigur Uthred auch seine menschliche Seite, als nicht immer erfolgreicher Vater und in die Jahre gekommener Krieger. Gerade das macht ihn für mich so sympathisch.

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Zur Serie von Bernard Cornwell.

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