Am 25. Oktober 2017 erschient mit Flugangst 7A der neue Thriller von Sebastian Fitzek. Hier ist unsere Rezension zu dem Roman.

Inhaltsangabe von Sebastian Fitzeks “Flugangst 7A”:

Der bekannte Psychiater Mats Krüger leidet seit dem Tod seiner Frau unter Flugangst. Als er vor einigen Jahren nach Buenos Aires ausgewandert ist, hat er sich geschworen, niemals mehr ein Flugzeug zu betreten. Doch es kommt anders. Seine Tochter Nele erwartet in Berlin ihr erstes Kind und braucht seine Hilfe. Da sich Mats nicht viel um seine Tochter gekümmert hat, will er das jetzt wieder gut machen. Er besucht ein Seminar, in dem er seine Angst überwinden will, und wagt das Unmögliche: Er bucht einen Flug nach Berlin. Kurz nach dem Boarding, erhält er einen Anruf, der sein ganzes Weltbild ins Wanken geraten lässt. An Bord befindet sich mit Katja Claussen eine Patientin, die Mats vor langer Zeit geheilt hat. Der unheimliche Anrufer gibt Mats gegenüber zu erkennen, dass er Nele in seiner Gewalt hat. Seine Forderung: Der Psychiater soll Katja dazu bringen, das Flugzeug abstürzen zu lassen. Falls das nicht passiert, wird seine Tochter, die in den Wehen liegt, sterben.

Kritik zu “Flugangst 7A” von Sebastian Fitzek:

Flugangst 7A von Sebastian FitzekAn Sebastian Fitzek scheiden sich seit einigen Jahren die Geister. Seine Fangemeinde fiebert jedem neuen Thriller entgegen und wird auch „Flugangst 7A“ wie einen heiligen Gral feiern. Seine Kritiker rümpfen die Nase und schieben die Werke des Herrn Fitzek immer wieder in den Bereich der Trivialliteratur. Sicher, der sehr sympathische Berliner Autor hat für sich nie den Anspruch erhoben, ein großer Literat zu sein. Er will mit seinen Romanen in erster Linie unterhalten und das macht er, soviel sei schon verraten, auch mit Flugangst 7A.

Die Thriller von Sebastian Fitzek habe die Gemeinsamkeit, dass sie allesamt packend beginnen und den Leser sofort in die Geschichte hineinziehen. Wie kein anderer Autor beherrscht er die Klaviatur des Schreckens und weiß, als Meister des Cliffhangers, wie man dem Leser den Schlaf raubt. Auch Flugangst 7A bildet da keine Ausnahme. Kurze Kapitel, wechselnde Handlungsstränge und eine permanente Spannung sind im Prinzip der Stoff, aus dem Thrillerträume sind.

Aber da ist auch die andere Seite. Die, die den Kritiker auf den Plan ruft und die deutlich macht, dass seine letzten Romane immer mehr Schwachstellen aufweisen. Sicher „Flugangst 7A“ unterhält, doch wer mehr als einen Fitzek gelesen hat, der kennt die Denk- und Schreibweise des Autors, so dass das Ende nicht mehr so überraschend ist. Im Gegenteil. Verfolgt man die Arbeit von Sebastian Fitzek von Beginn an, stellt man fest, dass von seiner Brillanz, die Werke wie „Die Therapie“ oder „Der Seelenbrecher“ auszeichneten, nicht mehr so viel übrig ist. Mit wachsendem Erfolg kommt man leider nicht umher festzustellen, dass die Romane schwächer geworden sind. Und genau das ist auch bei „Flugangst 7A“ der Knackpunkt. Immer wieder passiert es bei der Lektüre, dass man sich fragt, warum eine Figur so reagiert wie sie es tut. Vieles wirkt gewollt und um des Effektes wegen, unabhängig von der Frage, ob es an dieser Stelle Sinn macht oder nicht. Darunter kann, wenn man ein Mindestmaß an literarischem Anspruch erleben will, der Lesegenuss gewaltig leiden.

Fazit zu dem Roman Flugangst 7A:

Wer für die nächste Bahnfahrt einen packenden Thriller sucht, kann sicherlich auf „Flugangst 7A“ zurückgreifen. Man sollte sich jedoch bewusst machen, dass es, wie so oft bei Sebastian Fitzek, eine fast schon hahnebüchene Story gibt, die sich aber äußerst spannend liest. Vielleicht sollte der Autor sein Pensum von ein bis zwei Thriller im Jahr ein wenig drosseln, um wieder die frühere Qualität in seine Romane zu legen. Der anspruchsvolle Leser wird es ihm mit Sicherheit danken.

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Produktinfos:

Verlag: Droemer

Seiten: 400

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