Über den Autor Robert Merle:

Robert Merle wurde 1908 in Tébessa, im Französisch-Algerien, geboren. Nachdem sein Vater 1916 getötet wurde zog Merle mit seiner Mutter nach Paris, wo er seinen Schulabschluss machte. Danach absolvierte er ein Studium der Anglistik an der Universität in Paris.

Fortune de France-Reihe von Robert MerleAls Professor für Englische Literatur wurde Merle 1939 während des Zweiten Weltkriegs in die französische Armee eingezogen und fungierte als Dolmetscher. 1940 geriet er in Dünkirchen in Deutsche Gefangenschaft und wurde in Stalag VID in Dortmund gefangen gehalten. Im Juli 1943 wurde Robert Merle repatriiert und durfte nach dem Krieg in seine Heimat zurückkehren, wo er mit dem Combatants Cross ausgezeichnet wurde.
Merle nutzte seine Erfahrungen in Dünkirchen in seinem 1949 erschienenen Roman Week-end at Zuydcoote, der zu einem sensationellen Erfolg wurde und den Prix Goncourt gewann. 1964 diente der Roman als Vorlage für den Spielfilm, Wochenende in Dünkirchen. Regie führte Henri Verneuil und Jean-Paul Belmondo spielte die Hauptrolle.

1967 folgte der Roman “Un Tier Doué de Raison“ – eine starke Satire des Kalten Krieges. Robert Merle wurde durch John Lilly’s Studien von Delfinen und der Karibik-Krise inspiriert. 1973 wurde der Roman ins Englische übersetzt und verfilmt (The Day of the Dolphin) . Merles postapokalyptischer Roman Malevil (1972) wurde 1981 verfilmt. Sein Roman La Mort est mon métier aus dem Jahr 1952 wurde 1977 verfilmt.
1965 übersetzte er die Tagebücher von Che Guevara. Bis zur Invasion Afghanistans durch die Rote Armee war Merle kurzzeitig Mitglied der Kommunistischen Partei.

Merles größte Errungenschaft war seine 13-bändige Reihe historischer Romane, Fortune de France (1977-2003), die das Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts durch die Augen eines fiktiven protestantischen Spion-Arztes nachstellen. Als Gelehrter schrieb Merle die Romane mit vielen der entsprechenden französischen Sprachrhythmen und Idiomen der historischen Periode. Die Serie machte Merle zu einem bekannten Namen in Frankreich.

Merle war dreimal verheiratet und hatte vier Söhne und zwei Töchter. Er starb 2004 im Alter von 95 Jahren an einem Herzinfarkt in Montfort-l’Amaury, Frankreich.

Fortune de France-Reihe in der richtigen Reihenfolge:

  1. Fortune de France (1977) » bestellen
  2. In unseren grünen Jahren (1978) » bestellen
  3. Die gute Stadt Paris (1980) » bestellen
  4. Noch immer schwelt die Glut (1982) » bestellen
  5. Paris ist eine Messe wert (1983) » bestellen
  6. Der Tag bricht an (1985) » bestellen
  7. er wilde Tanz der Seidenröcke (1991) » bestellen
  8. Das Königskind (1993) » bestellen
  9. Die Rosen des Lebens (1995) » bestellen
  10. Lilie und Purpur (1997) » bestellen
  11. Ein Kardinal vor La Rochelle (1999) » bestellen
  12. Die Rache der Königin (2001) » bestellen
  13. Der König ist tot (2003) » bestellen

Weitere Bücher von Robert Merle:

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