Der hier besprochene Roman „Sühnezeit“ ist der der 14. Band der Berg & Thal-Serie von Béla Bolten. Und ja, ich muss zugegeben: ich bin ein Fan der Serie und somit hat folgende Rezension einen subjektiven Charakter.

Inhaltsangabe von Béla Boltens „Sühnezeit“:

Zum vierzehnten Mal ermitteln in der Reihe „Berg & Thal“ von Béla Bolten die Kommissare Bettina Berg und Alexander Thal, das Konstanzer Krimi-Duo. Diesmal geht es um einen sehr alten Fall von Thal: Vor zweiundzwanzig Jahren brachte er den Mörder Alfred Markovic ins Gefängnis. Die Strafe ist abgesessen, Markovic kommt wieder frei – und jemand behauptet, dass er ihn für die Tatzeit entlasten könnte.

Alexander Thal muss sich nun den Fragen des BKA stellen, das ein Cold-Case-Team auf den Fall ansetzt. Als Thals Freundin entführt wird, wird dem Kommissar schnell klar, dass dies mit Markovics Fall zusammen hängt. Es geht um Rache – und um die Frage, ob Thal bei seinen Ermittlungen einen Fehler gemacht hat.

Kritik zu „Sühnezeit“ von Béla Bolten:

Sühnezeit von Béla BoltenWie es Béla Bolten bisher geschafft hat, in jedem Band der Berg & Thal-Reihe sein hohes Spannungsniveau zu halten, ist erstaunlich. Natürlich lebt die Serie von dem sympathischen Gespann der beiden Protagonisten, erweitert um die übrigen Mitglieder des Teams. Aber selbst hier gelingt dem Autor mit einem Kunstgriff eine neue Facette: Er stellt dem bekannten Quartett ein neues gegenüber, vier Ermittler des BKA nämlich, die sich um die als Cold Cases bezeichneten ungelösten Fälle kümmern. Dass ausgerechnet die Mordermittlungen um Alfred Markovic dazugehören, den Thal seinerzeit hinter Gitter brachte, wurmt den Kommissar sehr.

Es geht um Schuld in „Sühnezeit“, um vielschichtige Formen von Fehlern und Versagen. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich, als sich Thal mit der Entführung seiner Freundin auseinandersetzen muss. Vor brisanten Themen schreckt Béla Bolten in seinen Krimis nicht zurück, er gehört nicht umsonst zu den erfolgreichsten eBook-Autoren in seinem Genre. Mit seinem einfachen, aber eingängigen Sprachstil und teils kniffligen Wendungen hält auch „Sühnezeit“ die Spannung. Wie auch in den Vorgängerbänden benötigt man kein Vorwissen, jeder Roman der Reihe lässt sich für sich allein lesen. Daraus ergibt sich jedes Mal die Freude, wieder auf Berg und Thal zu treffen, aber nicht das Gefühl, irgendetwas essentiell Wichtiges aus ihrem Leben verpasst zu haben.

Mein Fazit zu „Sühnezeit“:

Das ist ein Krimi für alle, die es lieben, nicht nur unterhalten zu werden – denn das beherrscht Béla Bolten zweifellos – sondern auch Hintergrundinfos mögen. In jedem Band lernt man etwas Neues, und die wechselhaften Themen regen oft noch lange nach dem Lesen zum Nachdenken an. An Spannung mangelt es nicht, denn zahlreiche Nebenschauplätze verhindern eine zu rasche Auflösung.

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Produktinfos:

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten: 306

Bei Amazon erhältlich als: Buch | eBook

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