„Das bedrohte Glück“ ist der dritte Roman der Hansen-Saga von von Ellin Carsta.

Inhaltsangabe von Ellin Carstas „Das bedrohte Glück“:

Kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts florieren die Geschäfte des Kontos Hansen wie lange nicht. Robert Hansen ist zum endgültigen Familienoberhaupt aufgestiegen und lässt die Firma weiter aufblühen. Treu zur Seite steht ihm dabei seine Tochter Luisa, die sich der der Arbeit im Kontor verschrieben hat. Dazu gehört auch die Ehe mit Hans Petersen. Ihr Mann ist Erbe einer einflussreichen Kaffeehausfamilie, die den langfristigen Erfolg des Kontors Hansen sichern soll. Das heißt, dass Luisa ihre große Liebe verleugnet. Seit ihrer Zeit in Kamerun liebt sie Hamza, der augenblicklich in Hamburg verweilt. Die beiden beginnen eine Affäre, die Luise vor eine schwierige, fast schon dramatische Entscheidung stellt. In einer ähnlichen Situation, wenn auch aus etwas anderen Gründen, steht Luises Onkel Karl, der in Wien mit seiner Frau Therese ein gutgehendes Kaffeehaus betreibt. Im Prinzip ist seine Ehe glücklich, aber Karl fühlt sich zu Männern hingezogen. Als ein Kleinkrimineller hinter sein Doppelleben kommt, wird Karl in die Enge getrieben.

Kritik zu dem Buch „Das bedrohte Glück“:

Das bedrohte Glück von Ellin Carsta - Hansen-Saga 3„Dallas“ im 19. Jahrhundert. Auf diese zugegebenermaßen etwas platte Formel könnte man die Familiengeschichte der Hansens von Ellin Carsta herunterbrechen, die mit „Das bedrohte Glück“ inzwischen in die dritte Runde geht. Der Roman ist durchaus ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Bände lesbar, trotzdem empfiehlt sich dies, damit man das Schicksal der Figuren und ihre jeweiligen Motivlagen besser nachvollziehen und verstehen kann. Insbesondere für das Verständnis von Luise und Karl ist das wichtig, denn sie sind der Dreh- und Angelpunkt der Familiensage. Mit viel Gefühl fesselt Ellin Carsta den Leser, wenn sie zwischen diesen beiden Handlungssträngen hin und her springt, obwohl sie dabei kaum ein Klischee auslässt. Die bildhafte und sehr authentische Erzählweise der Autorin ist das große Plus der bisherigen Romane, das hier voll zum Einsatz kommt.

Bedingt durch die Konzentration auf die Gefühlswelten von Karl und Luise kommen andere Dinge leider etwas kurz. So zum Beispiel die Geschichte von Frederike Hansen, die in Band 2 Wien fluchtartig verlassen hat. Auch die Ereignisse in Kamerun werden in „Das bedrohte Glück“ nur in aller Kürze angeschnitten. Das ist schade, da gerade dieser Schauplatz das Besondere an dieser Geschichte war und ist. Dabei wäre es schön gewesen, wenn der historische Hintergrund, und die politischen Verwicklungen dieser Zeit etwas mehr Einlass in den Plot gefunden hätten. Dafür erfährt der Leser, was mit den anderen Hansens passiert. Wem also das Schicksal von Therese oder Georg am Herzen liegt, wird hier nicht enttäuscht werden, denn auch darauf gibt dieser Roman Antworten.

Wem die ersten beiden Bände der Hansen-Geschichte von Ellin Carsta gefallen haben, wird von „Das bedrohte Glück“ nicht enttäuscht sein. Die deutsche Autorin spielt alle Stärken aus, nur sollte sie aufpassen, dass ihre Geschichte, die im Herbst in die vierte Runde geht, nicht zu sehr in Richtung Seifenoper abdriftet. Von daher wäre es sicher sinnvoll, wenn einige Handlungsstränge dann auch wirklich zum Abschluss kommen würden. Doch bis dahin liebt, liest und leidet man gerne mit der Familie aus Hamburg.

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Das bedrohte Glück (Die Hansen-Saga, Band 3)
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Das bedrohte Glück (Die Hansen-Saga, Band 3)
  • Ellin Carsta
  • Herausgeber: Tinte & Feder
  • Taschenbuch: 280 Seiten

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