Um was geht es in der TV-Serie „Die Brücke – Staffel 4“?

Nachdem Saga Norén der Mord an ihrer Mutter zur Last gelegt wurde, sitzt sie in Haft. Ihr Kollege und „Freund“ Henrik Sabroe muss derweil mit Jonas Mandrup in einem grausamen Mordfall ermitteln: Die Direktorin der Kopenhagener Einwanderungsbehörde wurde zu Tode gesteinigt. Es scheint eine Reaktion auf die kurz zuvor erfolgte Abschiebung eines homosexuellen Iraners zu sein – ein mögliches Motiv, aber die Ermittler verfolgen auch andere Spuren. Derweil entlastet eine neue Zeugenaussage Saga Norén, sie wird schließlich rehabilitiert und kann ihrem Kollegen Henrik zur Seite stehen. Weitere Morde machen die Ermittlungen immer dringlicher. Doch Saga und Henrik müssen sich außerdem ihrer Vergangenheit stellen … noch immer suchen die beiden Henriks vor Jahren verschwundene Kinder.

Kritik zu „Die Brücke – Staffel 4“:

Die TV-Serie "Die Brücke - Staffel 4"„Die Brücke“ reiht sich ein in eine lange Reihe düsterer skandinavischer Krimis und kann dabei doch mit ihrem ganz eigenen Potenzial überzeugen. Von 2011 bis 2018 wurde sie in Schweden und Dänemark gedreht. Vier Staffeln beschäftigen sich mit grenzüberschreitenden Verbrechen und schließlich auch dem internationalen Terrorismus, was beide Länder zu einer polizeilichen Zusammenarbeit zwingt. Mit der vierten Staffel endet die Serie – und das nicht eben leise.

Dabei spielt vor allem die Beziehung zwischen den Protagonisten Saga und Henrik eine wichtige Rolle. Beide haben in der Vergangenheit schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen – etwas, das sie zwar verbindet, aber ihren Alltag auch durchaus schwierig macht. Für den Zuschauer lösen sich in dieser Staffel so einige Rätsel um die beiden Charaktere auf.

Wie schon die Staffeln zuvor, sind auch die letzten Episoden von „Die Brücke“ in einem modernen Stil konzipiert, der dem Zuschauer einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Zur jeweiligen Haupthandlung kommen stets zahlreiche Nebenschauplätze, die oftmals wie scheinbar zufällige lose Fäden wirken. Grundsätzlich werden sie als Stilmittel genutzt, die in der Regel eben doch einen Bezug zum großen Ganzen haben. Gerade das macht jedoch auch den Reiz von „Die Brücke“ aus, genau wie die schwierigen und komplizierten Charaktere, denen die Drehbuchautoren ein ums andere Mal Knüppel zwischen die Beine werfen – was sie eben auch immer wieder zu Fall bringt. Die Figuren sind in allen Staffeln hervorragend dargestellt und geben mitsamt ihrer (zahlreichen) Ecken und Kanten ein rundes, wenn auch nicht immer völlig sympathisches Bild ab.

Ich habe Staffel 4 von „Die Brücke“ auf DVD angeschaut – für Fans der Serie einfach die beste Alternative und perfekt zum Binge-Watching geeignet. An der Qualität von Bild und Ton gibt es nichts zu meckern.

Mein Fazit zu dem 4. Teil der TV-Serie „Die Brücke“:

Mit der vierten Staffel findet „Die Brücke“ ein würdiges Ende – und es geht wie erwartet sehr spannend zu. Das dramatische Finale hält einige Überraschungen bereit. Bis dahin ist auch die Abschlussstaffel gewohnt düster und brutal, wobei die immer wieder eingestreuten humorvollen Einlagen dem Ganzen oft die Spitze nehmen. Die Serie endet auf ihrem Höhepunkt. Bei der gebotenen Qualität stimmt das zwar einerseits traurig, ist aber andererseits auch ein Zeichen dafür, dass man das gute Konzept nicht bis zum letzten Tropfen ausquetschen will. In diesem Sinne eine klare Empfehlung, sich den hervorragenden Schluss dieser einmaligen skandinavischen Serie anzuschauen.

„Die Brücke – Staffel 4“ auf DVD oder Blu-ray bestellen:

Produktinfos:

  • Sprache: Schwedisch/Deutsch/Dänisch (DTS-HD Master Audio 5.1 auf BD und Dolby Digital 5.1 auf DVD)
  • Untertitel: Englisch
  • Bildseitenformat: 16:9
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Edel Germany GmbH
  • Spieldauer: 464 Minuten
  • Bei Amazon erhältlich als: Blu-ray | DVD

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