Über den Autor Lars Kepler

Der Stockholmer Kriminalkommissar Joona Linna ist ein Einzelgänger mit diffuser Vergangenheit, die sich nur bruchstückweise erhellt. Sie lässt beim Leser der vier bislang vorliegenden Linna-Thriller viele Fragen offen. Längst kein Geheimnis ist dagegen mehr, wer diese rätselhafte Romanfigur erschaffen hat. Gleich nach Erscheinen des ersten Bandes, 2009, wurde bekannt, dass Lars Kepler lediglich ein Pseudonym ist. Dahinter verbirgt sich ein Duo, dass mehr als nur den Schreibtisch miteinander teilt: Alexandra und Alexander Ahndoril.

Joona Linna von Lars KeplerBeide Ehepartner hatten schon als Solisten schriftstellerische Erfolge vorzuweisen, ehe sie sich entschlossen, auch in dieser Hinsicht gemeinsame Sache zu machen. Das geht angeblich so weit, dass sie sich beim Ersinnen ihrer oft erbarmungslos brutalen Geschichten alle halbe Stunde das gerade Geschriebene per Mail zum Gegenlesen und Weiterspinnen zuschieben. Diese Art der Arbeitsteilung funktioniert offenbar vortrefflich. Schon das Debüt der Ahndorils als Lars Kepler schlug in Schweden und auch europaweit ein, und die planvoll verfassten Nachfolger des Überraschungserfolgs schafften es ebenfalls auf die Bestsellerlisten. Joona Linna reiht sich damit in die riesige Riege der meist etwas skurrilen skandinavischen Schnüffler ein.

Die gelernte Schauspielerin und Halb-Portugiesin Alexandra Coelho Ahndoril hat sich als Autorin von Romanbiographien und als Literaturkritikerin großer Tageszeitungen einen Namen gemacht. Ehemann Alexander Ahndoril (Geburtsname Gustafsson) widmete sich nach dem Studium der Philosophie und Filmwissenschaft bald ganz der Schriftstellerei und wurde vor allem durch Theaterstücke populär. Nicht einmal ihre drei Kinder und der Verlag ahnten anfangs, dass sie unter dem Namen Lars Kepler auch zusammen Krimis schrieben.

Die Joona Linna-Reihe von Lars Kepler:

Die zentrale Person ist der Ermittler Joona Linna, ein Mann mittleren Alters, über dessen Herkunft, Charakter und aktuelle Lebensumstände der Leser nur wenig erfährt. Allenfalls aus Andeutungen lässt sich schließen, dass dieser keineswegs unsympathische, zur Empathie fähige Polizeibeamte eine schwere Bürde mit sich herumschleppt. Er hat wohl Frau und Kind notgedrungen verlassen, um diese zu schützen. Während auch die fiktiven Figuren in Linnas Umfeld weitgehend blass bleiben, werden besonders „die Bösen“ zum Teil sehr detailliert dargestellt. Etwa ein extrem gefährlicher Psychopath, der noch aus der Isolationshaft heraus Angst und Schrecken verbreitet, oder ein Geigensammler, der tief in den internationalen Waffenhandel verstrickt ist.

Lars Kepler lässt Joona Linna und mit ihm die Leserschaft immer wieder in menschliche Abgründe blicken. Beim Katz- und Mausspiel mit Mördern, Hintermännern und Strippenziehern entwickeln sich hochdramatische Hetzjagden und alptraumhafte Szenen. Der hohe Spannungsbogen wird trotz verschiedener Handlungsstränge fast mühelos gehalten: durch kurze Kapitel und Sätze sowie häufig auch Cliffhanger am Ende einer Episode.

Der Markt für Schweden-Krimis scheint noch nicht gesättigt. Lars Kepler will nachlegen. Der fünfte Thriller um Joona Linna ist schon fertig, mindestens drei weitere sollen folgen.

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Joona Linna in der richtigen Reihenfolge:

  1. Der Hypnotiseur (2010) » bestellen
  2. Paganinis Fluch (2011) » bestellen
  3. Flammenkinder (2012) » bestellen
  4. Der Sandmann (2014) » bestellen
  5. Ich jage dich (2015) » bestellen
  6. Hasenjagd (2016) » bestellen
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Joona Linna im Film:

Der erste Band der Reihe, Der Hypnotiseur, wurde 2012 von Lasse Hallström erfolgreich verfilmt. Die Hauptrolle spielte Tobias Zilliacus und an seiner Seite waren Größen des skandinavischen Films wie Mikael Persbrandt (Verdict Revised – Unschuldig verurteilt, Kommissar Beck) und Lena Olin (Fanny und Alexander, Der Vorleser) zu sehen.


Weitere Romane von Lars Kepler:

  • Playground – Leben oder Sterben (2016) » bestellen

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