Update: Am 21. Mai 2018 erscheint mit „Die rote Frau“ der 2. Teil der Emmerich-Reihe.

Über die Autorin Alex Beer:

Alex Beer ist das Pseudonym der österreichischen Schriftstellerin Daniela Larcher. Sie kam 1977 in Bregenz zur Welt, aufgewachsen ist sie einige Kilometer südwestlich in Lustenau. Nach einem Studium des Prozess- und Projektmanagements arbeitete Larcher zunächst in der Werbung, später entschloss sie sich zu einem Studium der Archäologie. Nach einem Auslandsaufenthalt in New York lebt sie seit 2007 in Wien. Die Autorin schreibt Kriminalromane, ihr erstes Buch erschien 2008. Sie ist Preisträgerin des Leo-Perutz-Preises.

Die August Emmerich-Reihe von Alex Beer:

Emmerich-Reihe von Alex BeerHeld dieser historischen Krimireihe ist der Polizeiagent August Emmerich. Er ermittelt in Wien, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, aus dem er selbst als Invalide zurückkehrte. Alex Beer lässt ihren Ermittler in einem interessanten Setting auftreten: Die einst großartige Weltstadt ist ein elender Ort, durch die Verkleinerung des Landes fehlen Rohstoffe, was zu einer Hungersnot besonders in Wien führt. Auch politisch scheint die Stadt nicht zur Ruhe zu kommen. Morde sind das letzte, was die Donaumetropole jetzt braucht. Doch die passieren trotzdem – und rufen Emmerich und seine Kollegen auf den Plan.

Als studierte Archäologin weiß Alex Beer, wie man Dinge ausgräbt, und seien es die Fakten, die ihre Geschichten benötigen, um zu funktionieren. Denn die sind historisch fundiert und akkurat recherchiert – und gleichzeitig spannend in Szene gesetzt. Die Autorin versteht es, die Leser auf falsche Fährten zu führen. Meisterhaft legt sie Spuren aus und sorgt dann für überraschende Wendungen in der Geschichte. Das alles ist sehr kurzweilig zu lesen.

Ganz neu ist der Ausflug des Kriminalromans in eine derartige Epoche nicht, dennoch bleiben Reihen wie diese, oder auch die Serie um den im Berlin der 30er ermittelnden Gereon Rath von Volker Kutscher oder die zum Kriegsende/Nachkriegszeit spielende Oppenheimer-Reihe von Harald Gilbers, eine Rarität. Sie funktionieren dann besonders gut, wenn der Protagonist überzeugt. August Emmerich passt vom Typ in den Noir-Krimi: Heroinabhängig, zynisch, ein im Waisenhaus aufgewachsener und häufig glückloser Mensch. Emmerich ist ein zwiespältiger Charakter, an dem sich Leser reiben können.

Die Emmerich-Reihe in der richtigen Reihenfolge:

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