Um was geht es in „Lanfeust von Troy“ von Christophe Arleston?

Comic: Lanfeust von Troy 1 von Christophe ArlestonAlle Bewohner der fantastischen Welt Troy besitzen besondere magische Fähigkeiten. Allerdings hat jeder nur eine Gabe, sei sie nun nützlich, oder lächerlich. Lanfeust ist in der Lage, Metall mit seinen Gedanken zu beherrschen, es zum Schmelzen zu bringen, weshalb er in der Schmiede als Lehrling arbeitet. Bei der Reparatur eines zerbrochenen Schwertes geschieht ein Unfall, bei dem der junge Mann in den Schmelztiegel stürzt – und dies unbeschadet überlebt. So wird erkannt, dass Lanfeust über die sogenannte „Wahre Macht des Magohamoth“ verfügt. Das Fabelwesen soll der Ursprung der magischen Kraft auf Troy sein. Lanfeust begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, um mehr darüber zu erfahren.

Lanfeust von Troy“ erzählt die klassische Heldenreise. Bereits 1994 erschien der erste Band der französischen Comic-Reihe, die mittlerweile zahlreiche Ableger hat. Der Splitter-Verlag will mit einer Neuauflage den Hauptserien der fantastischen Geschichte zu neuem Glanz verhelfen und beginnt folgerichtig mit dem absoluten Anfang der Erfolgsstory, „Das Elfenbein des Magohamoth“.

Lanfeust von Troy 1: Das Elfenbein des Magohamoth

Die Graphic Novel ist eine Einführung in die Hauptcharaktere und stößt eine Geschichte an, die zu dem besten zählen darf, was der franko-belgische Comic je hervorgebracht hat. Zumindest in den Augen von Fantasy-Fans – denn „Lanfeust von Troy“ ist eine typische Fantasy-Saga. Die fesselnde Story enthält alles, was gute Fantasy braucht: Eine komplexe magische Welt, viele bizarre Wesen und reichlich Hau-drauf. Viel Witz und ein Schuss Liebe runden das Ganze zu einem tollen Comicerlebnis ab.

Szene aus dem Comic "Lanfeust von Troy 1: Das Elfenbein des Magohamoth"

Christophe Arleston erzählt die Abenteuer des jungen Lanfeust mit viel Erzählfreude, streut immer wieder auflockernden Humor ein. So sind die magischen Fähigkeiten der Bewohner von Troy doch sehr unterschiedlich ausgeprägt – so können manche nur hübsch pupsen oder anderen die Zähne ausfallen lassen. Lanfeust besitzt ungleich größere Kräfte, die sich noch verstärken, wenn er den Griff des Schwertes von Ritter Blaugold berührt – denn das ist aus dem Elfenbein des Magohamoth gefertigt. Mit dem Schwert ist seine Macht scheinbar unendlich. Schon diese Ausgangslage sorgt für eine hinreichend spannende Idee, aus der Christophe Arleston eine epische Geschichte konstruiert. Denn wie es sich für den klassischen Helden gehört, muss Lanfeust auf eine Reise gehen. Eher ungewöhnlich sind dabei seine Begleiter, der Weise Nicolas und dessen zwei Töchter (von denen Lanfeust in eine verliebt ist und die andere zwar nicht wirklich mag, aber dennoch begehrt ) sowie ein durch Zauberei freundlich gestimmter Troll. Sie alle spielen im Lauf der Reihe gewisse Rollen, in „Das Elfenbein des Magohamoth“ werden sie zunächst vorgestellt.

Didier Tarquin hat der Troy-Reihe seinen zeichnerischen Stempel aufgedrückt. Seine bunten Illustrationen fangen den Witz der Geschichte wunderbar ein. Die Zeichnungen widerspiegeln den Stil des typischen franko-belgischen Comics seiner Zeit, was sie heute aber nicht weniger ansehnlich macht.

Szene aus der Graphic Novel "Lanfeust von Troy 1: Das Elfenbein des Magohamoth"

Mein Fazit zu dem Comic „Lanfeust von Troy 1: Das Elfenbein des Magohamoth“:

Lanfeust von Troy ist ein absoluter Comic-Klassiker. „Das Elfenbein des Magohamoth“ bildet den Auftakt zu irrwitzigen Abenteuern, die von Christophe Arleston spannend und lustig erzählt und von Didier Tarquin in passende Bilder überführt wurden. Kaum zu glauben, dass die Geschichte schon fast 25 Jahre alt ist. Anzumerken ist ihr das nicht, die Graphic Novel funktioniert auch heute noch bestens.

Das liegt einerseits an einer hervorragenden Umsetzung, andererseits am grundständigen Thema – die klassische Heldenreise ist, sofern sie wie hier gut erzählt wird, eben einfach ein Garant für eine gute Story. Lanfeust von Troy ist ein Erwachsenen-Comic für alle, die sich freuen, die komplette Serie endlich wieder in einem einzigen Verlag (und somit in einheitlicher Gestaltung) erleben zu dürfen. Der Band eignet sich auch großartig für Neueinsteiger in die fantastische Welt von Troy – für Fantasy-Fans ist die Serie ohnehin ein Must-have, da sie in der Neuauflage vom Splitter-Verlag in einem wunderbaren Hochformat und festem, hochwertigen Einband daherkommt.

Cover und Abbildungen © Splitter-Verlag.

Das Elfenbein des Magohamoth von Christophe Arleston bestellen:

Produktinfos:

Verlag: Splitter

Format: ca. 32 cm x 23 cm

Seiten: 56

Bei Amazon erhältlich als: Buch


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