E-Book Reader gibt es wie Sand am Meer. Die meisten greifen dennoch zu bekannten Marken – auch ich habe noch einen Paperwhite sowie einen Tolino Vision. Aber wer viel liest, findet an jedem Gerät über kurz oder lang etwas auszusetzen. Für mich war es Zeit, etwas Neues, und vor allem Größeres, auszuprobieren. Nach stundenlangen Lesen von Testberichten entschied ich mich für den eRader „PocketBook InkPad 3“, der dieses Jahr als Nachfolger des InkPad 2 auf den Markt kam und einige Verbesserungen versprach. Eins vorab: Mein Testbericht ist keine bezahlte Werbung, sondern einfach nur meine ehrliche und auch äußerst subjektive Meinung. Kein Testgerät, selbst gekauft, selbst genutzt! Wie ist es denn nun, das PocketBook InkPad 3?

Optik und Maße: Ein kleiner Brummer:

Klein ist es nicht, das PocketBook InkPad 3. In etwa die Größe eines Taschenbuchs hält man hier in den Händen – das liegt an seinem 7,8-Zoll-Display. Mit ca. 204 Gramm (behauptet meine Küchenwaage)  ist es auch insgesamt betrachtet nicht das leichteste Gerät auf dem Markt, das Gewicht hält sich aber noch im Rahmen und ist im Vergleich zu ähnlich großen Readern sogar als moderat zu bezeichnen. Mein alter Paperwhite ist ähnlich schwer, mein Tolino Vision ist leichter. Was es trotzdem handlich macht, ist die flache Bauweise. Da ist das Gewicht dann auch wirklich zweitrangig. Ich habe keine Probleme, das Gerät mit nur einer Hand zu bedienen und über einen längeren Zeitraum in der Hand zu halten. Verarbeitet ist der e-Book Reader ordentlich, Rahmen und Rückseite sind stabil und griffig, es rutscht nicht aus der Hand und macht insgesamt einen wertigen Eindruck.

Den E-Reader einrichten: Ruck-zuck passiert

Wer schon einmal so ein Gerät in der Hand hatte, kommt leicht zurecht. Die Einrichtung ist ganz fix erledigt: Nur die Sprache auswählen und das WLAN verbinden. Danach hat sich mein Gerät sofort aktualisiert, was aber nicht sehr lange dauert. Im Anschluss sind die persönlichen Präferenzen einstellbar – also Schriftart und -Größe, der Seitenabstand und weitere Einstellungen nach dem eigenen Geschmack. Wer mag, kann auch die Beleuchtung anpassen, und zwar so, dass sich die Helligkeit nach der Tageszeit automatisch verändert. Mein Fall ist das ehrlich gesagt nicht, ich bleibe bei den manuellen Regelungen, die gefallen mir besser.

Im Gebrauch: Display und Bedienbarkeit

Der überwiegende Teil der handelsüblichen e-Book Reader hat ein deutlich kleineres Display. Normalerweise stört das auch nicht – außer, man kauft sich wie ich eben das eRader PocketBook InkPad 3 mit satten 7,8 Zoll. Das große Sichtfeld macht eben doch etwas aus, der Unterschied ist einfach ein Plus in der Ergonomie und damit in der Lesefreude. Gestochen scharf ist dieses Display, auch kleine Schrift lässt sich noch sehr gut lesen.

Bedient wird das PocketBook mit Tasten unterhalb des Bildschirms oder per Touch. Manche mögen seitliche Tasten bevorzugen, ich mag das allerdings überhaupt nicht und bin daher ganz zufrieden mit der Anordnung bei diesem Gerät. Außerdem ist es kein Problem, den Reader einhändig zu bedienen, wenn er hochkant ist und man ihn seitlich hält. Blättern kann man auch per Touch und Wischen mit dem Daumen. Ein Tippen mit dem Finger in die Mitte des Displays öffnet ein Menü mit Einstellungen. Leider ist das Navigieren im Menü ziemlich langsam – doch tatsächlich braucht man es ja auch nicht oft, wenn das Gerät einmal komplett eingerichtet ist. Das Blättern klappt dafür zügig und vor allem ohne Ghosteffekte. Den integrierten Browser habe ich noch nicht getestet.

Die Kompatibilität

Eins vorweg: Mit Wasser ist es nicht kompatibel. Spaß beiseite, ich brauche auch keinen wasserdichten eReader. Aber vielleicht möchte jemand in der Badewanne lesen – dann ist etwas Vorsicht geboten. Was die Formate betrifft, passt aber wieder alles: Das InkPad 3 kann alle gängigen Formate, außer natürlich das geschlossene System des Kindle, abrufen. Und mit der Onleihe ist das Gerät auch kompatibel. Die integrierte Bibliothek des PocketBook gefällt mir auch ausgesprochen gut. Man kann seine Bücher nach Titel, Autor, Genre, Favoriten, Reihen, Ordnern und Formaten sortieren. Das ist deutlich mehr als viele andere Reader bieten. Noch ein ganz großes Plus: Das PocketBook verfügt über eine Speichererweiterung bis zu 32 GB. Hier ist mal richtig Platz für Hörbücher und Musik! Musik? Ja, zum Zubehör gehört ein Audioadapter mit dem man über den Daten- Ladeanschluss Kopfhörer, bzw. InEars anschließen kann. Auch der Energieverbrauch scheint sehr moderat zu sein. Nach vier Tagen, 2 gelesenen Büchern und reichlichem Testen der Einstellungen ist die Ladeanzeige nur leicht nach unten gewandert.

Mein Fazit zum PocketBook InkPad 3:

Eine richtig runde Sache! Ich bereue den Umstieg nicht. Für mich ist das InkPad 3 mehr als nur eine Alternative zu den bekannteren großen Modellen wie Tolino Epos, Kindle Oasis oder dem Kobo Aura One. Das PocketBook ist ein zwar großer, aber auch handlicher und wirklich guter Reader mit tollem Display und vielen Einstellungsmöglichkeiten.

PocketBook InkPad 3 bestellen:

Der eReader kostet aktuell (Stand 1.12.2018) regulär 229 €, liegt somit preislich in etwa auf dem gleichen Niveau wie der Tolino Epos, Kobo Aura One und Kindle Oasis. Wer ein bisschen im Netz sucht, wird ggf. auch günstigere Angebote finden.

 

  • Das PocketBook InkPad 3 gibt es in braun und schwarz » bestellen

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